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Wenn dein Leben beginnt dich von innen heraus zu verwandeln.
Oft verbinden wir Entwicklung mit Disziplin. Wir wollen Fortschritt sehen, Ergebnisse spüren oder etwas „richtig“ machen. Doch Präsenz und ganz da sein folgt einer anderen Logik. Sie wächst nicht durch den richtigen 10-Punkte-Plan, sondern durch unsere Entscheidung in unserem Leben wirklich anwesend zu sein.
Inhalte dieses Clips:
"Wenn du ganz da bist entsteht Raum und Klarheit und ein tieferes Zuhören wird möglich."
Es gibt einen Moment auf diesem Weg zurück zu dir, an dem Präsenz nicht länger eine Erfahrung bleibt, die du ab und zu machst, sondern zu einem Zuhause wird.
Du merkst, dass deine Reaktionen weicher werden und du nicht mehr immer sofort auf innere und äussere Ereignisse reagieren musst. Zwischen Impuls und Handlung öffnet sich ein Raum. Dieser Raum ist keine Technik und auch keine Strategie, dieser Raum bist du selber, wenn du tiefer in dich hinein sinkst. Du beginnst von innen nach außen zu leben.
Aus diesem Raum entsteht über die Zeit auch eine tiefe Form der Selbstliebe. Diese entsteht nicht aus Affirmationen oder aus dem Anwenden einer speziellen Methode. Sie entsteht dort, wo du dich in deinem Dasein verwurzelst. Es ist ein tiefes Ja zu dir selber, dass jenseits deiner Leistungen oder Erfolgen in dir entsteht.

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In deinem Alltag
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Eine super Übung für den Alltag finde ich das verzögerte Reagieren. Wenn ein Reiz kommt, das kann ein Satz sein einer anderen Person, ein E-mail, eine Reaktion auf ein Missgeschick und vieles, vieles mehr, warte mindestens 3 - 10 Sekunden bevor du eine Handlung ausführst oder antwortest. Verankere dich in deiner Tiefe, werde innerlich weich und erlaube dir vor dem Reagieren etwas mehr Raum in dir.
Spüre die Pufferzone und nimm die neutrale Distanz wahr, die entsteht, wenn du deinen tiefsten Anker im Dasein setzst.
Suche dir 1 - maximal 3 Situationen aus, in welchen du dich darauf achten möchtest und bleibe über mehrere Tage bei diesen Situationen. So kannst du über die Zeit wahrnehmen, was sich in dir drin entfaltet. Starte mit einfachen Situationen und taste dich dann zu solchen vor, die schwiereiger für dich sind.
Beobachte in den nächsten Tagen, was in dir drin passiert, wenn du in deinem Inneren weich wirst und dich an deine eigene Tiefe zurück erinnerst während Gesprächen. Höre zu, während du weich, offen und im Körper verankert bleibst.
Mache dies immer vollständiger und ohne eine versteckte Agenda im Sinne von, ich mache das um klarer zu sein oder um präsenter zu sein oder, oder, oder... mache es wieder wie eine Forscherin/ein Forscher, einfach neugierig um zu entdecken, was sich dadurch in dir drin verändert.
Welche Formen der Selstliebe praktizierst du? notiere dir Dinge die du im dynamischn Adruck machst und gönne dir aber auch die Liebe, die nicht mit einer Handlung im Zusammenhang steht. Lasse dich aus der Tiefe mit Liebe sein.
Textinspiration
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Der Wandel geschieht nicht ausserhalb von dir. Du musst nicht deinen Beruf wechseln, oder deine Beziehung auflösen, oder ein neues Leben erfinden. Der wirkliche Wandel entsteht in dir drin.
Im Alltag begegnest du denselben Menschen, denselben Situationen, denselben Aufgaben. Äusserlich bleibt zunächst vielleicht vieles gleich, innerlich aber beginnt sich etwas grundlegend zu verändern. Du schaust mit anderen Augen in die Welt. Dein Blick wird weicher, offener, ruhiger und gleichzeitig klarer.
Die Dynamik des Alltags bleibt bestehen, doch deine Beziehung dazu verändert sich. Du spürst immer deutlicher, was auf welche Ebene gehört, und du verlierst dich weniger in den Bewegungen deiner eigenen Innenwelt. Gedanken, Gefühle und Impulse tauchen weiterhin auf, aber sie tragen dich nicht mehr davon. Sie dürfen sich zeigen, während du innerlich verankert bleibst.
Wenn du beginnst, die Präsenz nicht nur zu spüren, sondern wirklich zu lieben, wird sie zu deinem Ankerpunkt. Du wirst immer stärker spüren, das ist nicht ein Zustand, den es zu erreichen gilt, das bin ich selber.
Solange unser Anker im dynamischen Ausdruck liegt, laufen Handlungen und Reaktionen beinahe automatisch ab. Ein Impuls und gleich folgt eine Bewegung. Ein Gefühl und ein Reflex entsteht. Ein Gedanke und augenblicklich setzt eine Gegenreaktion ein. Es ist ein ständiges Reagieren auf alles, was in uns auftaucht.
Wenn du beginnst deinen Anker im Dasein zu setzen, öffnet sich ein Zwischenraum und es entsteht eine stille Weite. Es entsteht das innere Wissen, ich muss nicht sofort reagieren, ich darf wählen. Aus dieser inneren Stille entsteht deine innere Freiheit.
Viele Menschen erleben auch, dass sich dadurch auch ihr inneres und äusseres Zuhören verändert. Es wird weniger wertend und neutraler und gleichzeitig klarer und weiter. Es entsteht Raum beim Zuhören, in welchem das eigene Innere und auch das Gegenüber überhaupt erst wirklich gehört werden kann. Wirklich zuhören ist keine Technik, sondern Ausdruck von deinem ganz da sein.
Wenn du wirklich ganz da bist, verändert sich nicht nur der Blick auf die Welt, es verändert sich auch der Blick auf deinen dynamischen Ausdruck. Deine persönliche Geschichte erscheint in einem neuen Licht. Der Körper wird anders gespürt und bewertet und es entsteht eine liebevolle Haltung sich selbst gegenüber, die zuvor vielleicht nicht zugänglich war. Die Gedanken über sich selber werden zunehmend weicher und offener und es wird immer öfter möglich auch sich selbst gegenüber mitfühlend zu sein.
Diese Perspektive entsteht nicht im Kopf, sie wächst aus der tiefen, inneren Ebene, die nicht vom Denken geformt wird und schon immer da war. Sie wächst aus der Tiefe deines Daseins.
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Ganz du sein
Wenn du wirklich in dein Dasein sinkst, nimmst du etwas Erstaunliches wahr. Du warst noch nie so sehr du selbst und gleichzeitig fühlt sich diese Ebene auch etwas unpersönlich an.
Inhalte dieses Clips:
"In der Tiefe des Seins ist jeder Mensch ein Geschenk."
Wenn du wirklich in dein Dasein sinkst, merkst du etwas Erstaunliches: Du warst noch nie so sehr du selbst und gleichzeitig fühlt sich diese Ebene unpersönlich an. Sie trägt deine Einzigartigkeit, aber sie ist nicht an deine Geschichte, deine Rolle oder deine Meinung gebunden.
Aus dieser Ebene heraus zu leben bedeutet nicht, unpersönlich zu werden. Es bedeutet, nicht mehr primär aus den Geschichten heraus zu leben, sondern aus einer tiferen Bewegung in dir.
Wenn du dort verwurzelt bist, beginnt dein Dasein von alleine von Innen nach Aussen zu straheln und durchzieht all deine Handlungen, Gedanken und Gefühle.
Download: Die drei Punkte anklicken.

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In deinem Alltag
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...betrachte andere Menschen als Geschenk. Nicht das, was sie tun, sondern das was sie unter all diesen Rollen sind. erinnere dich daran
Erinnere dich an dein eigenes Geschenk
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Die Tiefe des Daseins mitten im Alltag
Inhalte dieses Clips:
"Präsenz ist keine isolierte Erfahrung auf dem Meditationskissen. Es ist deine Bewusstheit, die in sämtliche Lebenssituationen fliesst."
Viele Menschen kennen Präsenz und ganz da sein nur aus stillen Momenten, z.B. beim Meditieren, in Ruhephasen oder beim bewussten Atmen. Dies führt oft dazu, dass unbewusst eine Trennung zwischen der Meditationspraxis und dem "richtigen" Leben gemacht wird. Die Praxis wird zu einer privaten Erfahrung, die vom Alltag getrennt ist und nur dann stattfinden kann, wenn man bewusst auf dem Meditationskissen sitzt.
Das Ziel ist aber nicht Meditationsmomente zu schaffen, sondern den meditativen Geist oder den bewussten Geist in den Alltag zu integrieren. Genau da wo du gerade bist.
Ganz da sein wird erst dann zu einer Kraft, wenn sie in den ganz gewöhnlichen Situationen auftaucht. Im Gespräch, in der Arbeit, im Konflikt, im Warten, im Tun oder in Familiensituationen.

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In deinem Alltag
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...meditiere und "übe" für dich, das schafft einen ersten Zugang und es gibt dir einen sicheren Rahmen!
Verlasse die Übung aber immer wieder und tausche sie ein mit dem echten Leben.
manchmal klappt es, manchmal nicht...sei geduldig
Bewusstheit in Routinen
Viele Menschen haben Tätigkeiten, die sie „hinter sich bringen“ möchten: Bildschirmarbeit, monotone Aufgaben, sich wiederholende Abläufe.
Doch das Leben findet auch dort statt.
Nicht erst danach.
Gerade diese Momente eignen sich ideal, um dich zu erinnern:
Ein wenig weicher werden.
Ein wenig öffnen.
Nichts Besonderes tun – nur da sein.
Dann wird selbst Routine ein Ort von Bewusstsein.
Bewusstheit im Gespräch
Konflikte entstehen oft aus Enge.
Aus Reaktivität.
Aus dem sofortigen Zurückschießen oder Verteidigen.
Wenn du nur einen Atemzug lang innen weich wirst, kann in dir etwas auftauchen, das Raum schafft:
Es ist kein Sich-Öffnen für die andere Person – es ist ein Sich-Öffnen für dein eigenes Dasein.
Und dieses innere Öffnen verändert alles.
Weich werden mitten im Moment
Du brauchst nicht warten, bis du allein bist.
Du brauchst nicht warten, bis Ruhe herrscht.
Du brauchst nicht warten, bis sich ein guter Zeitpunkt ergibt.
Du kannst jetzt – während du zuhörst – ein klein wenig weicher werden.
Ein klein wenig öffnen.
Ein klein wenig Raum zulassen.
Die Tiefe ist unabhängig von der Situation.
Sie ist immer da.
Es braucht keine großen Schritte. Nur ein wenig Weichheit. Ein kleines Öffnen. Ein kurzes Zurückerinnern. Und schon verändert sich die Qualität des Moments – nicht unbedingt äußerlich, aber innerlich.